Holotropes Atmen

Holotropes Atmen nach Grof / Holotropic Breathwork™

 

"Die Beschleunigung des Atemrhythmus und die Erhöhung der Wirksamkeit des Atmens baut in der Regel die psychischen Abwehrmechanismen ab und bewirkt eine Freisetzung und Bewußtwerdung unbewußten (und überbewußten) Materials".

 

- Stanislav Grof -

Ablauf des holotropen Atmens

 

Das holotrope Atmen findet im allgemeinen als Gruppenerfahrung statt. Zunächst werden nach einer eingehenden Vorstellungsrunde die einzelnen Paare gebildet, wobei einer der/die Erfahrende/r und der/die andere der/die Begleiter/in ist. Am nächsten Tag werden die Rollen dann getauscht.

 

Die Erfahrenden liegen hierbei zugedeckt auf einer Matratze. Nach einer kurzen angeleiteten Entspannungsübung werden sie angehalten, den Atemrhytmus zu steigern und tiefer und schneller zu atmen. Hierdurch entsteht ein veränderter Bewusstseinszustand. Mit geschlossenen Augen sollen die Erfahrenden die Aufmerksamkeit nach innen lenken und dabei jedem Impuls des Körpers und der Gefühle folgen. Die Psyche bringt dabei das emotional Material an die Bewusstseinsoberfläche, wodurch die Selbstheilungskräfte aktiviert werden können. Es ist die „innere Weisheit“ (nach S. Walch) des inneren Erlebens, welche entscheidet, was sich zeigen möchte.

 

Verstärkt wird dieser Prozess von einer evokativen Musik, welche den Ablauf der Erfahrung unterstützen soll. Die Musik soll helfen, neben dem beschleunigten Atem, die Widerstände und psychischen Abwehrmechanismen zu lockern, so dass sich das emotionale Material zeigen kann. In diesem Zustand ist es möglich, die tiefgehenden Wurzeln der eigenen Existenz zu erkennen und verdrängtes, unverarbeitetes Material bewusst zu machen. Ebenso der Kontakt mit den eigenen spirituellen Dimensionen kann dadurch ermöglicht werden.

 

Die Begleiter („Sitter“) sind während der gesamten Sitzung anwesend und sitzen neben den Atmenden. Sie sind Zeugen der Erfahrung und unterstützen die Atmenden, wenn diese es wünschen (Taschentücher reichen, Hand halten u.a.). Das Sitzen kann eine sehr bewegende Erfahrung sein und den eigenen Prozess intensivieren.

 

Die Therapeuten („Facilitator“) unterstützen den Atmenden bei Schwierigkeiten während der Erfahrung. Insbesondere bei energetischen und körperlichen Blockaden bieten sie eine unterstützende Körperarbeit an, welche helfen soll, energetische Blockaden im Körper zu lösen.

 

Nach der Rückkehr (nach etwa 3-5 Stunden) wird die Atemerfahrung in Form eines Mandalas gemalt. Dies soll helfen, der Erfahrung einen visuellen Ausdruck zu geben. Dadurch kann der Kontakt mit der Erfahrung immer wieder hergestellt werden und für die weitere Integration genutzt werden.

 

Im anschließenden Gruppengespräch („Sharing“) wird über die Erfahrung berichtet. Hierbei werden die Mandalas den anderen Teilnehmern gezeigt und bei Bedarf unterstützen die Therapeuten den Integrationsprozess.

 

Kontraindikationen für eine Teilnahme sind: Schwangerschaft, Bluthochdruck, Herz- und Kreislaufprobleme, Glaukom und Epilepsie.

Für Personen mit psychiatrischer Krankheitsgeschichte sind die Seminare nicht geeignet. Bei Rückfragen bitte die Gruppenleitung kontaktieren.

 

 

Literaturliste

 

  • Stanislav Grof: Topographie des Unbewussten - Klett-Cotta Verlag
  • Stanislav Grof: Geburt, Tod und Transzendenz - Rororo Verlag
  • Stanislav Grof: Das Abenteuer der Selbtentdeckung - Rororo
  • Stanislav Grof: Kosmos und Psyche - Fischer Verlag
  • Sylvester Walch: Dimensionen der menschlichen Seele - Patmos Verlag

Praxis:

Rheinstraße 82

65185 Wiesbaden

 

Tel.: 0611 - 17 10 69 54

mail: praxis(at)holotropesatmen.org

 

Wegbeschreibung: Hier

 

Christian Frick © 2018 • Privacy Policy • Terms Of Use